Ein typisch tansanisches Gebäck sind Mandazi. Bei unserem letzten Besuch in Tansania haben wir uns das Rezept geben lassen. Lecker!

In Tansania sind die Amts - und Handelssprache sowohl Englisch als auch Kisuaheli. Kisuaheli ist die weitverbreitetste Sprache in Ostafrika. Sie wird von ca. 100 Millionen Menschen im Osten Afrikas verstanden und gesprochen.
Einen kleinen Sprachführer haben wir hier zusammengestellt:

Das Bildungssystem setzt sich nach britischem Vorbild aus drei Ebenen zusammen:

  • 2 Jahre Vorschulerziehung „Nursery“ sowie 7 Jahre Primarschule
  • 4 Jahre untere Sekundarschule und 2 Jahre obere Sekundarschule
  • 3 oder mehr Jahre der tertiären Stufe, was sowohl eine akademische Ausbildung (Universität) aber auch eine nicht-akademische Ausbildung sein kann.

Eine Schulpflicht besteht für den Besuch der Nursery, vergleichbar mit unserem Kindergarten, und der Primarschule. Dies entspricht einer deutschen Grundschule. Eines der wichtigsten Ziele der Schulform ist es, Englisch zu lehren, da diese Sprache auf den höheren Stufen Unterrichtssprache ist. Auch Kiswahili wird gelernt, es soll den Schülern ihre kulturelle Herkunft und ihr Erbe näher bringen und hat auch eine einende Funktion als landesweite Sprache. Nach dem Besuch der Primarschule endet die Schulpflicht.

Seit nunmehr 40 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen unserer Gemeinde und der Gemeinde Soni in Tansania. In Briefen und gegenseitigen Besuchen tauschen wir uns aus und versuchen so, unser Leben und unsere Gedanken ein Stück über die Grenzen hinweg miteinander zu teilen. 2006 haben wir die Gemeinde zuletzt besucht, 2003 war eine Delegation aus Soni in Oberhausen. Neben dieser Partnerschaft bestehen Kontakte nach Botswana, insbesondere auch über unsere Marimba-Gruppen.
Der Blick „über den Tellerrand“ ist uns wichtig. Das üben wir durch diese Kontakte ein und darin, dass wir uns immer wieder mit übergreifenden gesellschaftlichen Problemen und Themen befassen.

Empfang in SoniVoller Bilder und unvergesslicher Eindrücke ist sie zurückgekehrt: Die Gruppe, die im Oktober unsere Partnergemeinde in Soni / Tanzania besucht hat. Wer dorthin reist, tritt in eine andere Welt ein. Eine Welt, die auf der einen Seite wunderschön ist - die Landschaft der Usambaraberge ist einfach fantastisch. Auf der anderen Seite eine Welt, in der Menschen ein hartes Leben leben. Wo man hart für sein tägliches Leben und Überleben arbeiten muss. Wo man den Komfort, der für uns selbstverständlich ist, nicht kennt. Wo man sich mit Wenigem begnügen muss. Kein Wasser, das selbstverständlich aus der Leitung kommt, wenn man den Hahn aufdreht, sondern das meist noch mühsam mit Eimern herangetragen werden muss - über weite Strecken hinweg. Oft kein Strom. Gekocht wird über einer Feuerstelle oder auf einem kleinen Holzkohleofen aus Ton. Wenn man von so einer Reise wiederkommt, sieht man die eigene Welt wieder mit anderen Augen. Wir haben viel gesehen und gehört bei unserem Besuch. Die Gemeinde Soni hat mehrere Unter - und Unter-Unter-Gemeinden, die wir alle besucht haben. Überall wurden wir mit überwältigender Herzlichkeit empfangen. Die Gemeinde ist lebendig und quillt über von Menschen. Kirchen werden zu klein und müssen vergrößert werden. Jugendliche drängen in Scharen in die Gemeinde - und die Gemeinde ist fast damit überfordert, da sie zu wenig Angebote für sie machen kann. Alles Dinge, die wir uns kaum vorstellen können - da bei uns die Gemeinden ja leider fortlaufend schrumpfen. Der Zusammenhalt und das soziale Engagement ist beeindruckend. Nein, arm sind die Menschen dort nicht - vielleicht materiell, aber ganz und gar nicht im menschlichen und sozialen Bereich. Am 16. Oktober haben wir die Konfirmation von 95 Jugendlichen miteinander gefeiert - ein vierstündiger, aber ganz und gar nicht langweiliger und ermüdender Gottesdienst. Es war schön, neue Menschen kennen zu lernen - wie Pfarrer Daniel Mwabaru, der seit kurzem erst seinen Dienst in Soni aufgenommen hat. Und es war schön, alte Bekannte wieder zu treffen, die schon seit vielen Jahren mit uns verbunden sind. Es war eine wunderschöne Zeit, die unsere Partnerschaft wieder intensivieren und beleben wird. Wer mehr über diese Reise erfahren möchte, ist herzlich am 7. Dezember in die Lutherkirche eingeladen. Im Anschluss an den Impuls des Lebendigen Adventskalenders um 18 Uhr berichten wir und zeigen Bilder. Mit dabei auch die Marimbas, die uns in „afrikanische“ Stimmung bringen werden.