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40 Jahre Gotthart Mohrmann

Kirchenmusiker Gotthart Mohrmann

Interview mit Gotthart Mohrmann zum 40-jährigen Dienstjubiläum am 5. März 2018


MIT: Gotthart Mohrmann, zum Beginn ein kleiner Witz?
G. Mohrmann: Ein Mann ist in einem Western-Saloon erschossen worden. Der Sheriff kommt dazu und befragt die Gäste: „Kannte jemand den Erschossenen?“ – „Ja, sicher.“, sagt ein Mann an der Bar, „Das war ein Falschspieler.“ – „Aha, Poker.“, sagt der Sheriff. – „Nein. Klavier.“
MIT: Lange ist es her, dein Anfang 1978 in der Luther-Kirchengemeinde. Wie war das damals?
G. Mohrmann: Durch die Vermittlung von Ortwin Benninghoff bin ich damals von Mülheim nach Oberhausen gekommen. Für den Luther-Chor wurde ein Chorleiter gesucht. Damals waren noch Pfarrer Marschall und Pfarrer Munscheidt hier tätig. Auch die Kirche sah ganz anders aus, es standen noch die Bänke, die Kanzel und der Altarbereich lagen viel höher als heute.
Im gleichen Jahr haben wir dann in der Lutherkirche geheiratet. 1982 sind wir ganz nach Oberhausen gezogen.
MIT: Welche verschiedenen Tätigkeiten hast du im Lauf der Zeit in der Gemeinde ausgeübt?
G. Mohrmann: Da kommt einiges zusammen. Natürlich habe ich im Gottesdienst die Orgel gespielt, es gab auch noch jeden Sonntag den Kindergottesdienst. Nachdem sich der Lutherchor aufgelöst hatte, ist irgendwann der Singkreis entstanden, den ich ja bis heute leite. Neben der Musik habe ich auch andere Aufgaben in der Gemeinde übernommen, rund 20 Jahre war ich Presbyter und habe das MIT-Heft gestaltet. Es war mir immer wichtig, dass jährlich ein Konzert stattfindet, manchmal waren es auch kleinere Konzerte mit Lesungen. In den letzten Jahren konnte zum Glück immer das große Konzert mit dem Chor und dem Orchester stattfinden.

MIT: Ein Schwerpunkt deiner Arbeit ist ja die Chorleitung, du leitest auch noch weitere Chöre. Was ist wichtig im Umgang mit Chören?
G. Mohrmann: Die Menschen, die jede Woche zu den Chorproben kommen, verbringen ja hier einen Teil ihrer Freizeit. Darum finde ich wichtig, dass die Arbeit im Chor Freude macht. Mein Motto ist: Mit dem größtmöglichen Spaß das bestmögliche Ergebnis erzielen.
MIT: Im Rückblick auf 40 Jahre, gab es ein besonderes Ereignis, an das du dich erinnerst?
G. Mohrmann: Mancher Kirchenmusiker träumt ein Leben lang davon, ein eigenes Orchester zu haben. Mir wurde dieses Geschenk gemacht. Dadurch ergeben sich großartige Möglichkeiten, das musikalische Leben der Gemeinde zu gestalten.
MIT: Welche Musik bevorzugst du, gibt es einen Lieblingskomponisten?
G. Mohrmann: Ich würde sagen, Georg Friedrich Händel. Ich mag auch moderne Sachen, wie zum Beispiel das Stück für Akkordeon und Orchester, das wir beim letzten Konzert aufgeführt haben. Aber auch die Beatles und die Rolling Stones sind Vorbilder für mich.
MIT: Wie sehen die Pläne für die Zukunft aus?
G. Mohrmann: Ab 1. Juli bin ich erstmal offiziell Rentner. Ich freue mich aber, dass die Gemeinde sich vorstellen kann, mich auch darüber hinaus als Kirchenmusiker zu behalten.
MIT: Was wünscht du dir für die Luther-Kirchengemeinde im Blick auf die Kirchenmusik?
G. Mohrmann: Ich hoffe, dass die musikalischen Gruppen in der Gemeinde weiter aktiv bleiben. Neue Mitglieder im Singkreis wären auch sehr schön.
MIT: Gotthart. Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Thomas Goeke im März 2018.