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Zukunftsfähigkeit des Kirchenkreises OB

Foto: Aaron Burden, 343933

Der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Oberhausen informiert zum Projekt „Zukunftsfähigkeit des Kirchenkreises Oberhausen“

Liebe Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinden in Oberhausen,

in unserem Bericht zu Beginn des Jahres haben wir Sie über das Projekt „Zukunftsfähigkeit des Kirchenkreises Oberhausen“ informiert. Seit der Novembersynode letzten Jahres haben wir uns in acht Arbeitsgruppen mit zukunftsweisenden Strukturen und Einsparmöglichkeiten und zusätzlichen Finanzierungsquellen beschäftigt. Die Arbeitsgruppen haben in den Monaten zusammen über 50 Sitzungen absolviert, recherchiert, diskutiert und ihre Gedanken auf zwei weiteren Synoden im März und Juni mit den Vertretern der Gemeinden geteilt.

Das Zwischenergebnis lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die Arbeitsgruppen, die sich mit Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising beschäftigen, haben Sinn und Notwendigkeit der Arbeitsgebiete eindrücklich vermittelt. Beides erfordert jedoch zusätzliche Ressourcen, deren Finanzierung geklärt werden muss. Es wird weiter an abgestuften Modellen als Entscheidungsvarianten gearbeitet.

Die Gruppe, die sich mit Struktur und Kosten der Verwaltung beschäftigt, hat geklärt, dass unsere Organisation sogar weniger als das von der Landeskirche mit einer Unternehmensberatung festgestellte Personal einsetzt. Manche Pflichtaufgaben wie z.B. Immobilienbetreuung oder ausreichende IT-Unterstützung können so nicht geleistet werden. Alle anderen Arbeitsgebiete schaffen ihre Aufgaben glücklicherweise trotz knapper Besetzung. Die Verwaltungsleitung hat jetzt den Auftrag, intern alle Kosten verursachungsgerecht zuzuordnen, um diese bei der Beurteilung einzelner Dienstleistungen berücksichtigen zu können.

Die Arbeitsgruppe „Beratung und Bildung“ umfasst mehrere Organisationseinheiten. Hier wurden viele Verträge, Vergleichsangebote in Oberhausen und Refinanzierungspotentiale betrachtet. Zwei Handlungsrichtungen zeichnen sich dabei ab. Zum einen wird es wichtig, als Kirche in Oberhausen mit unseren vielen sozialen Angeboten deutlich sichtbar und vereint in der Stadt aufzutreten. Zum anderen sind Kosten nur durch die Bildung größerer Einheiten zu reduzieren. Quasi zu demselben  Ergebnis kommt die Gruppe „Diakonie“.

Das führt logisch zu den Arbeitsergebnissen der Gruppe, die sich mit der Möglichkeit von funktionsbezogener Zusammenarbeit oder sogar Fusion mit benachbarten Kirchenkreisen beschäftigt. Mit allen an Oberhausen grenzenden Kirchenkreisen wurden inzwischen offene und konstruktive Gespräche geführt. Daraus ergeben sich verschiedene Handlungsoptionen, die in den nächsten Monaten weiter vertieft werden. Wir werden mit den benachbarten Kirchenkreisen über Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Verwaltung und Diakonie sprechen.

Die Arbeitsgruppe „Grüne Wiese“ gibt Impulse in die Diskussion, in dem sie an die unserer Arbeit zugrunde liegende Basis des Glaubens, des Vertrauen und des Miteinander erinnert. Sie ermutigt zu konsequenten Entscheidungen zur Entlastung auf der einen Seite und zu mehr Gemeinsamkeit und Teamgeist andererseits. Die organisatorische Trennung von Kirchenkreisebene und Gemeinden darf die handelnden Menschen nicht trennen. Die Dienste, die dem Kirchenkreis zugeordnet sind, arbeiten alle im Auftrag der Gemeinden und für die Gemeindemitglieder sowie für die Menschen in unserer Stadt.

Die Arbeitsgruppe Spirituelle Begleitung hat zur Märzsynode einen inspirierenden Gottesdienst gestaltet und bittet Sie alle, liebe Mitchristen, um Ihre Fürbitte für dieses Projekt.

Sie alle sind eingeladen, sich zu informieren und Ideen, Fragen oder Wünsche zu äußern. Beteiligen Sie sich, helfen Sie mit, beten Sie mit, dass wir den richtigen Weg finden, um als evangelische Kirche in Oberhausen weiterhin Salz der Erde und Licht der Welt zu sein. Sprechen Sie mit Ihren Pfarrer*innen und Presbyter*innen oder mailen Sie an zukunft@kirche-oberhausen.de.

Ihr Superintendent

Joachim Deterding