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Unsere Partnergemeinde – Kindheit in Soni

Unsere Partnergemeinde Soni hat 1473 Mitglieder. Davon sind 455 Kinder – Jugendliche nicht mitgerechnet. In Soni gehören immer mehrere Kinder zu einer Familie. Oft sind es drei oder mehr. Kinder sind wichtig – schon deshalb, weil es keine Altersversorgung wie bei uns gibt. Auch wer vielleicht eine Rente bekommt, ist im Alter darauf angewiesen, dass seine Kinder ihn mit versorgen. Die Kinder müssen von klein an in der Familie mit helfen – im Haushalt, auf dem Feld, beim Wasserholen. Das ist ganz selbstverständlich. Jeder muss etwas zum Unterhalt und zum gemeinsamen Leben beitragen.

Bei unserer Besuchsreise im Oktober 2016 haben wir unter anderem die „Rainbow-School“ besucht, eine Schule für geistig behinderte oder autistische Kinder. Neben den üblichen Fächern, wird den Kindern auch Praktisches beigebracht, womit sie ihre Familien später unterstützten können. So fertigen sie z.B. Ketten an, die verkauft werden können oder lernen den Umgang mit Nutzvieh. Den Eltern der Kinder ist sehr bewusst, dass Bildung für ihre Kinder sehr wichtig ist. Sie legen viel wert auf eine gute Ausbildung. Allerdings ist es oft schwer das Schulgeld für eine weiterführende Schule aufzubringen oder Schulkleidung, Unterrichtsmaterial oder Unterkunft (wenn der Schulweg zu weit ist, um ihn jeden Tag zu bewältigen). Daher hat unsere Gemeinde schon vor vielen Jahren einen „Schulfond“ initiiert, durch den Familien unterstützt werden, die da Probleme haben.

Die meisten Menschen in Soni und Umgebung sind Bauern. Die globale Klimaveränderung macht sich auch hier bemerkbar und führt immer wieder zu Ernteausfällen. Viele Menschen leben von der Hand in den Mund. Da fehlt es dann oft am Geld für die Ausbildungskosten. Sind mehrere Kinder da, bleiben dann meist die Mädchen zu Hause. Kind sein in Soni – das sieht schon in Vielem anders aus als bei uns. Fernseher, Computer, Videospiele, Whatsapp – dass gibt es dort alles nicht. Neben Schule und dem Helfen zu Hause bleibt nicht sehr viel Freizeit. Spielzeug wird meist selbst gebastelt – etwa ein Fußball auf Stoffresten. Die meisten Jugendlichen sind Musikbegeistert und singen in einem der vielen Chöre mit. Viele dieser Chöre wünschen sich Instrumente wie ein Keyboard, Gitarren und ähnliches und versuchen etwa durch Auftritte Spenden zu sammeln.

Mehr Informationen zur Partnerschaft und zu Möglichkeiten, sich hier zu engagieren gibt gerne Pfarrerin Ulrike Burkardt, Tel.: 8823070; E-Mail: ulrike.burkardt@ekir.de